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SkywayMobility

Laufzeit 1. November 2026 bis 31. Oktober 2027

F&E-Studie im Auftrag des BMIMI, abgewickelt durch die FFG

Satelliten­anwendungen für eine zukunfts­orientierte Mobilität in Österreich

Skyway Mobility untersucht, wie Erdbeobachtung, Satellitennavigation und Satellitenkommunikation Planung, Betrieb und Monitoring der Mobilität in Österreich verbessern: auf Straße und Schiene, auf dem Wasser und in der Luft. Gemeinsam mit den Organisationen, die diese Verkehrssysteme betreiben.

Illustration: Ein Satellit über den Alpen sendet Signale zu einer Autobahn, einem Zug, einem Schiff auf der Donau und einem Flugzeug.

Skyway Mobility: Satellitenanwendungen für eine zukunftsorientierte Mobilität in Österreich. Laufzeit 1. November 2026 bis 31. Oktober 2027.

  • 12Monate Laufzeit
  • 3Konsortialpartner
  • 14Absichtserklärungen
  • 3Technologiesäulen
  • 4Arbeitspakete

Ein Jahr, um das Potenzial des Weltraums für Österreichs Mobilität zu vermessen

Skyway Mobility untersucht, wie Erdbeobachtung, Satellitennavigation und Satellitenkommunikation Planung, Betrieb und Monitoring der Mobilität in Österreich verbessern können, und entwickelt daraus gemeinsam mit Akteur:innen mindestens zehn Anwendungskonzepte und eine Space4Mobility-Roadmap.

Ausgangslage

28,9%

der Treibhausgasemissionen Österreichs entfielen 2023 auf den Verkehr, 19,8 von 68,7 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent. Bis 2040 soll das Land klimaneutral sein.

Quelle: Umweltbundesamt, Klimaschutzbericht 2025, Bezugsjahr 2023

Der Verkehr ist damit einer der größten Hebel für die Klimaziele. Planung und Betrieb brauchen dafür Grundlagen, die aktueller, flächendeckender und zeitlich feiner aufgelöst sind als viele heutige Instrumente.

Satellitendaten liefern genau das, werden im Mobilitätssektor aber oft nur punktuell genutzt. Es fehlt eine übergreifende Bewertung, wo sie bestehende Datenquellen sinnvoll ergänzen und welche Anwendungen sich tatsächlich umsetzen lassen.

Was die Studie liefern soll

  • Potenzial- und BedarfsanalyseSatellitenanwendungen national und international erheben und mit dem Bedarf der Anwenderorganisationen abgleichen.
  • KomplementaritätsanalyseZeigen, wo Satellitendaten vorhandene Datenquellen wie das Mobilitätsdatenmonitoring kostengünstiger, flächendeckender oder aktueller ergänzen.
  • Rechtlicher RahmenGesetze, Richtlinien und Normen prüfen, die den Einsatz von Satellitendaten im Mobilitätssektor betreffen.
  • Mindestens zehn AnwendungskonzeptePraxisnahe Servicekonzepte mit Bewertung von Mehrwert, Machbarkeit, Kosten, Marktpotenzial und Forschungsbedarf.
  • Space4Mobility-RoadmapPriorisierte Umsetzungspfade als Grundlage für Pilotprojekte und künftige FTI-Maßnahmen.
  • HandlungsempfehlungenTechnische und institutionelle Empfehlungen für Entscheidungsträger:innen in Verwaltung und Betrieb.

Was an diesem Ansatz neu ist

Drei Säulen gemeinsam

Erstmals werden Erdbeobachtung, Satellitennavigation und Satellitenkommunikation gemeinsam auf ihr Potenzial für die Mobilität in Österreich bewertet. So werden auch kombinierte Anwendungen sichtbar.

Vom Bedarf her gedacht

Ausgangspunkt sind die Aufgaben der Anwender:innen in Verwaltung, Infrastruktur und Verkehrsbetrieben, nicht die verfügbare Technik.

Ergänzen statt ersetzen

Das Projekt prüft systematisch, wo Satellitendaten bestehende Geodaten und Erhebungen ergänzen und wo nicht.

Drei Technologiesäulen, ein gemeinsamer Blick

Erdbeobachtung, Satellitennavigation und Satellitenkommunikation werden im Projekt nicht getrennt betrachtet. Viele Aufgaben in der Mobilität lassen sich erst durch die Kombination lösen.

EO

Erdbeobachtung

Veränderungen an Infrastruktur, Flächen und Umwelt erkennen

Flächendeckende, regelmäßig aktualisierte Daten zu Landnutzung, Infrastrukturzustand, Bodenbewegung, Naturgefahren und Emissionen.

  • Copernicus Sentinel-1 und Sentinel-2
  • Copernicus-Dienste CAMS und CLMS
  • InSAR für Bodenbewegung
GNSS

Satellitennavigation

Fahrzeuge, Züge und Schiffe genau verorten

Präzise Positionierung und Zeitsynchronisation für Navigation, Flottensteuerung, Infrastrukturmonitoring und automatisierte Mobilität.

  • Galileo und andere GNSS
  • Korrekturdienste für hohe Genauigkeit
  • Zeitsynchronisation
SatCom

Satellitenkommunikation

Verbindung halten, wo terrestrische Netze fehlen

Ausfallsichere Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Einsatzkräften, auch dort, wo terrestrische Netze fehlen.

  • Satellitenkommunikation der nächsten Generation
  • Ausfallsichere Notfallkommunikation
  • Vernetzung abseits des Mobilfunks

Mobilitätsdomänen und mögliche Einsatzfelder

Beispiele aus dem Antrag, deren Potenzial das Projekt gemeinsam mit den Anwenderorganisationen prüft. Welche davon zu Anwendungskonzepten werden, entscheidet die Bedarfsanalyse.

  • Straße

    Erdbeobachtung
    Bewegungstrends von Brücken und Böschungen, Hitzeinseln entlang von Trassen
    Satellitennavigation
    Präzise Ortung für Flottensteuerung und automatisierte Mobilität
    Satellitenkommunikation
    Vernetzung von Fahrzeugen und Einsatzkräften in Funklöchern
  • Schiene

    Erdbeobachtung
    Naturgefahren und Bodenbewegung entlang von Strecken erkennen
    Satellitennavigation
    Zugortung und Zeitsynchronisation im Betrieb
    Satellitenkommunikation
    Datenverbindung auf Nebenbahnen und in entlegenen Abschnitten
  • Wasserstraße

    Erdbeobachtung
    Monitoring von Hochwasserschutzbauten und Uferzonen
    Satellitennavigation
    Genaue Positionsdaten für Navigation und Hafenlogistik
    Satellitenkommunikation
    Verbindung für Schiffe und Häfen entlang der Donau
  • Luftfahrt

    Erdbeobachtung
    Hindernis- und Geländedaten für Flugplätze und Drohnenkorridore
    Satellitennavigation
    Satellitengestützte Anflugverfahren und präzise Drohnennavigation mit EGNOS und Galileo
    Satellitenkommunikation
    Datenverbindung für Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite und für die allgemeine Luftfahrt
  • ÖV und Logistik

    Erdbeobachtung
    Standorte für Ladeinfrastruktur, Landnutzung und Emissionen
    Satellitennavigation
    Echtzeitortung im öffentlichen Verkehr und in Lieferketten
    Satellitenkommunikation
    Durchgehende Sendungsverfolgung auch abseits des Mobilfunks

Zwölf Monate, vier Arbeitspakete

Von der Bedarfserhebung im Winter über die Anwendungskonzepte im Frühjahr bis zur Roadmap und den Handlungsempfehlungen im Herbst 2027. Der Stakeholderprozess begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit.

2026N
D
2027J
F
M
A
M
J
J
A
S
O

Projektstart am 1. November 2026

Meilenstein 4.1, geplant bis 30. Dezember 2026

Akteur:innen identifiziert

Zusätzlich zu den LoI-Geber:innen einzubindende Akteur:innen sind identifiziert und informiert.

Geplante Ergebnisse

Zwischenergebnisse werden im Akteursportal geteilt, sobald sie vorliegen. Die Termine leiten sich aus den Meilensteinen des Arbeitsplans ab.

  1. DL2.1, Arbeitspaket 2, bis 31. Mai 2027

    Ergebnisbericht Potenzial- und Bedarfsanalyse (inkl. Best Practices und Rechtsanalyse)

  2. DL3.1, Arbeitspaket 3, bis 31. Juli 2027

    Katalog der ausgearbeiteten und bewerteten Anwendungskonzepte

  3. DL3.2, Arbeitspaket 3, bis 31. August 2027

    Space4Mobility-Roadmap mit Priorisierung und Umsetzungspfaden

  4. DL3.3, Arbeitspaket 3, bis 30. September 2027

    Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger:innen

  5. DL4.1, Arbeitspaket 4, bis 31. Oktober 2027

    Dokumentation des Stakeholderprozesses

  6. DL1.1, Arbeitspaket 1, bis 31. Oktober 2027

    Endbericht (Studie)

Mitwirken im Stakeholderprozess

Die Anwendungskonzepte sollen dort entstehen, wo sie gebraucht werden. Deshalb sind Verwaltung, Infrastrukturbetreiber, Verkehrsunternehmen und Logistik über die gesamte Laufzeit eingebunden, mit möglichst geringem Aufwand für die Beteiligten.

  1. 1geplant

    Akteur:innen ansprechen

    November und Dezember 2026

    Zusätzlich zu den Organisationen mit Absichtserklärung werden weitere Expert:innen und Nutzer:innen identifiziert und informiert.

    • Persönliche Anspracheper E-Mail und Telefon
  2. 2geplant

    Bedarfserhebung

    bis Ende Jänner 2027

    Gemeinsam klären, welche Aufgaben in Planung, Betrieb und Monitoring Satellitendaten brauchen könnten.

    • Kick-off-Workshopvor Ort bei UIV in Wien
    • Co-Creation-Workshoponline
  3. 3geplant

    Vertiefung

    bis Mai 2027

    Anforderungen, Nutzungsszenarien und erwarteten Nutzen in Gesprächen und einer Befragung genauer fassen.

    • Expert:inneninterviews und Onlinebefragungbilateral und online
  4. 4geplant

    Validierung

    Juni bis Herbst 2027

    Anwendungskonzepte gemeinsam bewerten und die Roadmap mit den Handlungsempfehlungen abstimmen.

    • Hands-on-Workshoponline
    • Abschlussabstimmungonline

Bei der Auswahl der Teilnehmenden achtet das Konsortium auf eine ausgewogene Beteiligung nach Akteursgruppen und Geschlechtern. Termine, Unterlagen und Befragungen laufen über das Akteursportal.

Das Akteursportal

Ein geschützter Bereich für alle, die am Projekt mitwirken. Zugang gibt es mit persönlicher Einladung des Konsortiums. Jede Organisation sieht genau die Inhalte, die für sie freigegeben sind.

  • Termine

    Einladungen zu Workshops und Interviews, gemeinsame Terminfindung und Kalenderdateien zum Herunterladen.

  • Umfragen

    Befragungen geschützt beantworten, Entwürfe zwischenspeichern und Ergebnisse einsehen, sobald sie freigegeben sind.

  • Zwischenergebnisse

    Berichte und Unterlagen je Arbeitspaket, freigegeben für genau die Organisationen, für die sie bestimmt sind.

Drei Partner, die Forschung, Raumfahrt und Stadt verbinden

Das AIT leitet das Projekt und bringt Erfahrung aus dem satellitengestützten Infrastrukturmonitoring ein. LETO SPACE entwickelt die Anwendungskonzepte und die Roadmap. UIV mit dem Vienna Geospace Hub führt den Stakeholderprozess.

AIT

Konsortialführung

AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Konsortialführung, Analyse, Projektmanagement

Leitung AP1 und AP2

  • Mag. Martin JungGesamtprojektleitung
  • DI Dr.-Ing. Vazul Boros, MBAProjektleitung AIT, Infrastrukturmonitoring
  • DI Benjamin KokollVerkehrsplanung und -modellierung
  • Romana BergServiceentwicklung
Alle 8 Personen anzeigen
  • DI Dr. Alois VorwagnerBaudynamik und Monitoring
  • Michael AleksaWissenschaftliche Mitarbeit
  • Philip LeopoldWissenschaftliche Mitarbeit
  • Bernhard SteinmayerWirtschaftliche Projektleitung, Qualitätssicherung, Dissemination

Giefinggasse 4, 1210 Wien

LETO SPACE

LETO SPACE GmbH

Anwendungskonzepte, Marktpotenzial, Roadmap

Leitung AP3, Mitarbeit AP2

  • Patrick PilsUse-Case-Logik, Markt und Verwertung, Roadmap
  • Katherine Webber-IngAnalyse, Anforderungserhebung, Qualitätssicherung

Stremayrgasse 16, 8010 Graz

UIV

UIV Urban Innovation Vienna GmbH

Stakeholderprozess, Bedarfserhebung, Rechtsrahmen

Leitung AP4

  • Diana Silvestru, MAProjektleitung UIV, Senior Researcher
  • Marie-Luise BrucknerVienna Geospace Hub, Projektmanagement
  • Barbara Gösenbauer, MAProjektmitarbeit

Operngasse 17-21, 1040 Wien

14 Organisationen unterstützen das Projekt mit einer Absichtserklärung

Sie decken Straße, Schiene, Wasserstraße, öffentlichen Verkehr, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrssicherheit ab und sind eingeladen, sich im Stakeholderprozess einzubringen.

Straße

  • ASFINAGInfrastrukturbetreiber Straße
  • Stadt Wien, MA 29 Brückenbau und GrundbauVerwaltung, Infrastruktur

Schiene

  • ÖBB-Holding AG (Open Innovation)Infrastrukturbetreiber und Verkehrsunternehmen Schiene

Wasserstraße

  • Hafen Wien / thinkport VIENNAHafen und Logistik, Mobilitätslabor
  • via donauWasserstraßenbetreiber

Öffentlicher Verkehr und Stadt

  • Wiener LinienVerkehrsunternehmen ÖV
  • VOR / ITS Vienna RegionVerkehrsverbund, Verkehrsinformation
  • Stadt Wien, MA 18 Stadtentwicklung und StadtplanungVerwaltung, Planung
  • UIV Mobility Policy LabMobilitätslabor
  • KMG Klagenfurt Mobil GmbHVerkehrsunternehmen ÖV
  • MOBIREG Innovationslabor KärntenMobilitätslabor

Umwelt und Sicherheit

  • Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)Verkehrssicherheit
  • UmweltbundesamtUmwelt und Emissionen

Technologie

  • EOX IT Services GmbHTechnologieanbieter EO

Kontakt

Fragen zum Projekt, Interesse an einer Mitwirkung oder ein Zugang zum Akteursportal: Schreiben Sie uns, wir leiten Ihr Anliegen an die zuständige Person im Konsortium weiter.

  • Mag. Martin Jung

    AIT Austrian Institute of Technology

    Gesamtprojektleitung

    Erreichbar über das Konsortium

  • Patrick Pils

    LETO SPACE

    Anwendungskonzepte und Roadmap, Akteursportal

  • Diana Silvestru, MA

    UIV Urban Innovation Vienna

    Stakeholderprozess

    Erreichbar über das Konsortium

Förderhinweis

Skyway Mobility wird im Auftrag des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) durchgeführt und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt.

Programm Digitaler Zwilling Österreich 2025, F&E-Dienstleistung 2: Space4Mobility, Satellitenbasierte Anwendungen für nachhaltige Mobilität. FFG-Projekt 68810566. Laufzeit 1. November 2026 bis 31. Oktober 2027.